



Das Gesetzbuch
von Nesuria
Das Gesetzbuch von Nesuria bildet das
Fundament für Ordnung und
ein geregeltes Zusammenleben.
Es umfasst die wichtigsten Gesetze und
Regeln des Landes und
dient als Richtlinie für alle Bewohner Nesurias.
Jeder Bürger ist angehalten, die Gesetze
zu kennen und zu achten, denn nur
durch Ordnung und Gerechtigkeit
kann der Frieden in Nesuria bewahrt werden.

6.1 – Freiwilliger Charaktertod
Möchtet ihr euren eigenen Charakter dauerhaft sterben lassen, muss dafür ein Story-Ticket eröffnet werden. Dasselbe gilt, wenn ihr einem geplanten Charaktertod eures Charakters bereits zugestimmt habt.
Der Besitzer des betroffenen Charakters bestätigt im Ticket ausdrücklich, dass der Charakter dauerhaft sterben darf.
Diese Bestätigung dient dazu, spätere Missverständnisse darüber auszuschließen, ob der Charaktertod tatsächlich gewollt war.
Das Ticket wird nach Abschluss ausschließlich durch einen Admin geschlossen.
Ein ausgespielter Charaktertod ist nach seiner endgültigen Durchführung grundsätzlich dauerhaft und kann nicht eigenständig rückgängig gemacht werden.
6.1.1 – Charaktertod-Antrag gegen einen anderen Charakter
Möchte ein Spieler den permanenten Tod eines anderen Charakters beantragen, muss dies über ein Story-Ticket erfolgen.
Im Antrag muss nachvollziehbar erklärt werden, welche IC-Ereignisse und Entwicklungen den gewünschten Charaktertod begründen.
Das Serverteam prüft den Antrag und bezieht den Besitzer des betroffenen Charakters mit ein.
Der Charakterbesitzer kann dem Antrag grundsätzlich zustimmen oder ihn ablehnen.
Eine Zustimmung des Besitzers ersetzt nicht die Prüfung durch das Serverteam.
Ein Charaktertod-Antrag gilt erst dann als aktiv, wenn er ausdrücklich vom Serverteam freigegeben wurde.
Bis dahin darf der betreffende Charakter nicht aufgrund des Antrags permanent getötet werden.
6.2 – Besitz bei Charaktertod
Bei einem permanenten Charaktertod endet grundsätzlich auch der persönliche Besitz des verstorbenen Charakters.
Dazu gehören insbesondere:
Gold und persönliche Wertgegenstände
berufsbezogene Gegenstände und Materialien
Tiere
Thralls und Mitarbeiter
gekaufte Gegenstände
Markt- und Händlergegenstände
Lizenzen und vergleichbare persönliche Berechtigungen
Diese Gegenstände dürfen nicht automatisch auf einen neuen Charakter desselben Spielers übertragen werden.
Gegenstände, die nach dem Charaktertod vom Serverteam eingezogen werden müssen, sind einem Admin oder Supporter zu übergeben.
Erbe
Ein mögliches Erbe ist grundsätzlich möglich, muss jedoch vor dem endgültigen Charaktertod im Story-Ticket besprochen und vom Serverteam freigegeben werden.
Ein Erbe entsteht nicht automatisch nur deshalb, weil IC ein Testament geschrieben, ein Partner bestimmt oder ein Familienmitglied benannt wurde.
Insbesondere dürfen über ein Erbe nicht ohne vorherige Freigabe größere Vermögen, seltene Gegenstände, Tiere, Thralls, Berufsbestände, Lizenzen oder vergleichbare Vorteile weitergegeben werden.
Bereits im Vorfeld geplante Vermögensverschiebungen, die lediglich dazu dienen, die Folgen eines Charaktertodes zu umgehen, sind nicht erlaubt.
Diese Regel folgt demselben Grundprinzip wie die Besitzregel bei Charakterwechsel unter 2.7.1.
6.3 – Mörder- und Attentäter-RP
Auch ein Charakter, dessen Konzept Mord, Attentate oder vergleichbare Handlungen beinhaltet, erhält dadurch kein automatisches Recht auf einen permanenten Charaktertod.
Soll ein anderer Charakter tatsächlich dauerhaft sterben, muss dies entsprechend den Regeln dieses Kapitels abgesprochen bzw. beantragt werden.
Liegt keine entsprechende Freigabe vor, muss das RP so angepasst werden, dass der andere Charakter eine glaubhafte Möglichkeit besitzt, die Situation ohne permanenten Charaktertod zu überstehen.
Das bedeutet nicht, dass solche Situationen folgenlos bleiben müssen. Verletzungen, Gefangenschaft, Flucht, Verlust oder andere angemessene IC-Konsequenzen können weiterhin ausgespielt werden.
6.4 – Abgelehnte Charaktertod-Anträge
Lehnt ein Charakterbesitzer einen Todesantrag ab, führt dies nicht automatisch dazu, dass spätere Anträge allein aufgrund ihrer Anzahl irgendwann genehmigt werden.
Das Serverteam berücksichtigt jedoch die gesamte IC-Entwicklung des betroffenen Charakters.
Wiederholte Todesanträge können ein Hinweis darauf sein, dass ein Charakter durch sein eigenes Verhalten dauerhaft schwerwiegende Konflikte erzeugt.
Entscheidend ist jedoch nicht die Anzahl der Anträge, sondern ob die IC-Entwicklung und das Verhalten des Charakters einen Charaktertod nach den Regeln dieses Kapitels nachvollziehbar rechtfertigen.
Die endgültige Entscheidung liegt beim Serverteam.
6.4.1 – Aktion & Reaktion
Ein Charakter kann durch sein eigenes, wiederholtes und bewusstes IC-Verhalten eine Situation erzeugen, in der ein permanenter Charaktertod auch ohne Zustimmung des Charakterbesitzers möglich wird.
Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn ein Charakter wiederholt:
andere Charaktere massiv provoziert,
schwerwiegenden Verrat begeht,
gefährliche Intrigen gegen andere betreibt,
wiederholt glaubhafte Todesdrohungen oder vergleichbare Handlungen ausführt,
oder sich bewusst in eine nachvollziehbar ausweglose und lebensgefährliche Situation manövriert.
Ein solcher Charaktertod darf niemals eigenständig durch die Spielerschaft beschlossen oder durchgeführt werden.
Vor einem permanenten Charaktertod muss ein Admin hinzugezogen werden.
Das Serverteam prüft dabei die vorausgegangene RP-Entwicklung und vorhandene Nachweise und entscheidet, ob die Voraussetzungen für „Aktion & Reaktion“ tatsächlich erfüllt sind.
Ein einzelner Streit, eine Beleidigung, persönliche OOC-Antipathie oder eine kurzfristige Meinungsverschiedenheit reichen dafür nicht aus.
„Aktion & Reaktion“ bedeutet nicht, dass jede IC-Handlung automatisch einen Charaktertod rechtfertigt.
Es handelt sich um eine Ausnahme für schwerwiegende und nachvollziehbar entwickelte Situationen.
6.5 – Gegenseitiges Risiko bei einem Todesantrag
Wer aktiv den permanenten Tod eines anderen Charakters verfolgt, setzt grundsätzlich auch den eigenen Charakter einem entsprechenden Risiko aus.
Wird ein genehmigter Charaktertod-Konflikt durch einen Kampf oder eine vergleichbare direkte Konfrontation entschieden, kann die Situation für beide beteiligten Seiten tödlich enden.
Der Antragsteller besitzt daher keinen automatischen Schutz davor, seinen eigenen Charakter zu verlieren, wenn sich die Situation gegen ihn entwickelt.
Welche Charaktere konkret unter dieses Risiko fallen, muss sich aus dem genehmigten Konflikt und ihrer tatsächlichen Beteiligung ergeben.
6.6 – Einmischung in einen Charaktertod-Konflikt
Charaktere, die sich bewusst und aktiv in einen laufenden, genehmigten Charaktertod-Konflikt einmischen, können ebenfalls das Risiko eines permanenten Charaktertodes eingehen.
Als aktive Einmischung gelten insbesondere Handlungen, durch die eine Seite unmittelbar:
im Kampf unterstützt,
verteidigt oder geschützt,
bewaffnet unterstützt,
bei einem Angriff aktiv abgesichert,
oder anderweitig unmittelbar am tödlichen Konflikt unterstützt wird.
Nicht jede Anwesenheit oder kurze Reaktion stellt automatisch eine solche Beteiligung dar.
Ein bloßer Warnruf wie „Achtung!“ reicht allein nicht aus, um einen Charakter automatisch in das Charaktertod-Verhältnis einzubeziehen.
Ebenso führt zufällige Anwesenheit nicht automatisch zum Charaktertod-Risiko.
Entscheidend ist, ob sich der Charakter bewusst aktiv in die eigentliche tödliche Auseinandersetzung einmischt.
Im Streitfall entscheidet das Serverteam anhand der konkreten Situation.
6.7 – Dauer eines genehmigten Charaktertod-Antrags
Ein genehmigter Charaktertod-Antrag ist maximal 2 Wochen aktiv.
Die Frist beginnt mit der ausdrücklichen Freigabe durch das Serverteam.
Wird der genehmigte Konflikt innerhalb dieser Zeit nicht ausgespielt bzw. der Charaktertod nicht vollzogen, verfällt der Antrag.
Anschließend darf von den am Antrag beteiligten Parteien für 1 Monat kein neuer Charaktertod-Antrag aus demselben Konflikt gestellt werden.
Neue, davon unabhängige und erst später entstandene schwerwiegende IC-Ereignisse können vom Serverteam gesondert bewertet werden.
Ein abgelaufener Antrag darf nicht ohne erneute Freigabe weiterverfolgt werden.
6.8 – Bewusstes Vermeiden eines genehmigten Charaktertod-RPs
Das reale Leben hat immer Vorrang.
Niemand wird dafür bestraft, aufgrund von Arbeit, Familie, Krankheit, Urlaub oder anderen nachvollziehbaren
OOC-Gründen nicht spielen zu können.
Es ist jedoch nicht erlaubt, nach Freigabe eines Charaktertod-Antrags vorsätzlich über längere Zeit offline zu bleiben oder die andere Partei gezielt OOC zu vermeiden, ausschließlich um den genehmigten Konflikt unmöglich zu machen.
Bestehen zeitliche oder persönliche Schwierigkeiten, ist dies über das bestehende Ticket mit dem Serverteam zu klären.
Das Team kann in solchen Fällen die Frist anpassen, das weitere Vorgehen abstimmen oder
eine andere RP-Lösung festlegen.
Ob tatsächlich eine bewusste Vermeidung vorliegt, entscheidet das Serverteam anhand des Einzelfalls.
Kopfgelder
Ein Kopfgeld ist eine besondere Form des IC-Konflikts und darf nicht eigenständig außerhalb der folgenden Regeln ausgerufen werden.
Ein Kopfgeld bedeutet nicht automatisch, dass der gesuchte Charakter permanent getötet werden darf.
Ob ein Charaktertod Bestandteil eines Kopfgeldes ist, muss ausdrücklich aus der jeweiligen Freigabe hervorgehen.
6.9 – Beantragung eines Kopfgeldes
Ein Kopfgeld auf einen anderen Charakter muss vorher über ein Ticket beim Serverteam beantragt werden.
Im Antrag müssen der IC-Grund und die gewünschten Bedingungen des Kopfgeldes genannt werden.
Das Serverteam entscheidet, ob und in welcher Form das Kopfgeld freigegeben wird.
Auf Wunsch kann ein Kopfgeld IC anonym veröffentlicht werden, sofern das Serverteam dies genehmigt.
Ein anonymes Kopfgeld bedeutet lediglich, dass der Auftraggeber IC nicht öffentlich genannt wird. Dem Serverteam muss der tatsächliche Auftraggeber bekannt sein.
6.10 – Öffentliche Aushänge
Erst nachdem ein Kopfgeld bzw. der entsprechende Konflikt vom Serverteam genehmigt wurde, dürfen dazu öffentliche IC-Aushänge erstellt werden.
Ein Aushang darf keine Rechte oder Konsequenzen versprechen, die nicht Bestandteil der genehmigten Bedingungen sind.
Insbesondere darf ein normales Kopfgeld nicht durch die Formulierung eines Aushangs eigenständig in einen permanenten Charaktertod-Auftrag umgewandelt werden.
6.11 – Teilnahme an einer Kopfgeldjagd
Wer aktiv an einer Kopfgeldjagd teilnehmen möchte, muss dies vorher über ein Ticket anmelden.
Mit der aktiven Teilnahme akzeptiert der Spieler die für das jeweilige Kopfgeld festgelegten RP-Risiken.
Beinhaltet das genehmigte Kopfgeld ausdrücklich ein Charaktertod-Risiko, kann auch der Kopfgeldjäger seinen eigenen Charakter dauerhaft verlieren.
Ein normales Kopfgeld ohne ausdrücklich genehmigten Charaktertod erzeugt dagegen nicht automatisch eine gegenseitige Charaktertod-Freigabe.
Die konkreten Bedingungen ergeben sich aus der jeweiligen Freigabe des Serverteams.
6.12 – Dauer eines Kopfgeldes
Ein genehmigtes Kopfgeld ist grundsätzlich maximal 2 Wochen aktiv.
Die Frist beginnt mit der Freigabe durch das Serverteam.
Nach Ablauf der Frist darf das Kopfgeld nicht eigenständig weitergeführt oder erneut öffentlich ausgeschrieben werden.
Soll es verlängert oder erneut ausgesetzt werden, ist eine erneute Prüfung durch das Serverteam erforderlich.
Grundsatz bei Charaktertod-Konflikten
Ein Charaktertod soll auf Nesuria das Ergebnis einer schwerwiegenden und nachvollziehbaren RP-Entwicklung sein und nicht als Mittel genutzt werden, um OOC-Konflikte zu lösen oder andere Spieler aus dem RP zu entfernen.
Deshalb gilt:
Technischer Tod ≠ permanenter Charaktertod.
Ein gewonnener Kampf ≠ automatische Tötungserlaubnis.
Ein Charaktertod-Antrag ≠ automatische Freigabe.
Ein Kopfgeld ≠ automatische Charaktertod-Freigabe.
Aktion & Reaktion kann Konsequenzen erzeugen, muss aber vom Serverteam geprüft werden.
OOC-Konflikte, persönliche Abneigungen oder der Wunsch, einen anderen Spieler loszuwerden, sind niemals eine ausreichende Grundlage für einen Charaktertod.
6. Charaktertod, Todesanträge & Kopfgeld
Ein permanenter Charaktertod ist eine der schwerwiegendsten Konsequenzen im RP.
Deshalb darf ein Charakter nicht allein aufgrund eines gewonnenen Kampfes, einer spontanen Entscheidung oder eines technischen Todes dauerhaft getötet werden.
Charaktertode, Todesanträge und Kopfgelder unterliegen den folgenden Regeln.
Ein technischer Tod durch die Spielmechanik ist nicht automatisch ein permanenter Charaktertod. Hierfür gelten die Verletzungs- und Heilerregeln aus 5.10.